Wichtige
Hinweise zum Thema PKD-Polycystic Kidney Disease, erblich bedingte
Nierenerkrankung bei Perserkatzen und Mischrassen (z.B. BKH, EKH, und Exotic),
für alle Züchter. PKD
wird voraussichtlich ab Januar zu den Qualzuchten gehören und somit auch bei
Bekannt
werden strafrechtlich verfolgt. Demnächst werden zu diesem
Gesetz noch verschiedene Nachträge in Kraft treten. PKD-Polycystic
Kidney Disease David
S.Biller, DVM, DACVR Associate
Professor and Head of Radiology, Department of Clinical Sciences College of
Veterinary Medicine, Kansas State University Polycystic
Kidney Disease ist eine vererbbare Nierenkrankheit die in Perserkatzen
entdeckt wurde. Ober die Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) wurde vereinzelt
seit 1967 in der Literatur berichtet, aber richtige Studien zu dieser
Nierenerkrankung begannen erst 1990. Eine betroffene 6 Jahre alte weibliche
Perserkatze wurde mit vergrößerten Nieren und Symptomen von Nierenversagen
an die Staatl. Universitätshochschule Ohio überwiesen. Die Diagnose lautete
letztendlich PKD. Mit den Nachkommen dieser Katze wurde eine Kolonie gegründet
und die Forschung über den Krankheitsverlauf konnte beginnen. Was
bewirkt diese Krankheit bei Katzen? Wie
ist PKD zu diagnostizieren? Wie
bekommt eine
Katze PKD? Wie
ist die Behandlung für diese Krankheit? Wie
bringt ein Züchter PKD aus seiner Zucht? Quelle:
lnternet/PKD-Interessengemeinschaft "Ergänzung
aus Erläuterung zu § 1 1 b (Tierschutzgesetz) in der aktuellen Fassung: Folgende
Katzenrassen sollen beobachtet und mit nachstehenden Maßnahmen vom
Gesetzgeber belegt werden: Perser
und alle damit verbundenen Weiterzuchten (Exotic Shorthair, British Shorthair,
EKH und andere, die in Kürze im Gesetz benannt werden, müssen gechipt sein
und ein PKD-negatives Gutachten nachweisen." (...
) Quelle:
Homepage des Bavarian CFA/Internet Bei
diesen Rassen dürfen die Vereine in naher Zukunft ansonsten keine Stammbäume
mehr
ausstellen!!! Ein
interessanter Artikel zu diesem Thema befindet sich auch in der Ausgabe von
2/98 "Katzen extra", erhältlich überall im Zeitschriftenhandel! Zukünftige
Katzenbesitzer sollten im eigenen Interesse darauf bestehen, daß der Züchter
die PKD-Freiheit seiner Zuchttiere (und dementsprechend des Katzennachwuchses)
nachweist. Weitere
Informationen unter: Bavarian
e.V. (Quelle
: http://www.hkcev.de)
PKD ist nicht ansteckend oder außerhalb der Fortpflanzung übertragbar. PKD
kann nur vererbt werden und zwar nur autosomal dominant.
PKD ist unheilbar. Ein Tier bei dem PKD festgestellt wurde kann aber, je
nachdem wie stark es erkrankt ist, ein hohes Alter erreichen. Tiere die an PKD
erkrankt sind sollten sofort aus der Zucht genommen werden und, um Nachwuchs
zu verhindern, kastriert werden.
PKD kann ab dem 10. Monat mit einer Sicherheit von ca. 98% diagnostiziert
werden. Fragen Sie ihren Verein, wie man gegen die PKD vorgehen will. Lassen
Sie auf jeden Fall ihre Katzen untersuchen und eindeutig kennzeichnen. Ihr
Verein kann Ihnen auch bei der Suche nach einem entsprechend qualifizierten
Arzt helfen.
erblich bedingte Nierenerkrankung bei Perserkatzen
und anderen Katzenrassen
PKD
ist eine Krankheit die im fortgeschrittenen Alter sichtbar wird. Zwischen dem
3. und 10. Lebensjahr treten ' vergrößerte Nieren und Nierenfunktionsstörungen
auf. (Durchschnittsalter 7 Jahre). Dieser Zustand ist erblich bedingt und die
Zysten sind von Geburt an vorhanden - sind aber bei jüngeren Tieren kleiner.
Die Größe der Zysten kann zwischen 1 mm und mehr als 1 cm variieren. Ältere
Katzen haben zahlreichere und größere Zysten. Probleme entstehen wenn diese
Zysten anfangen zu wachsen, zunehmend die Nieren vergrößern und dadurch die
Nierenfunktion beeinträchtigt und reduziert wird. Das Ende bedeutet
Nierenversagen. Einige der klinischen Anzeichen sind Depressionen, fehlender
oder reduzierter Appetit, übermäßiger Durst, übermäßige Urinabgabe und
Gewichtsverlust. Ein auffallender Unterschied , wann und wie schnell die
einzelnen Katzen erliegen, besteht darin wie schnell die Krankheit bei den
einzelnen Tieren fortschreitet. Es besteht aber die Möglichkeit, daß sich
die Krankheit spät im Leben der Katze entwickelt, so daß die Katze aus
anderen Gründen stirbt bevor die Nieren versagen. Wie auch immer, wenn die
Zysten anfangen zu wachsen und dadurch Probleme verursachen ist am Ende ein
Nierenversagen sicher. Einige Zysten wurden auch in anderen Organen wie der
Leber und der Gebärmutter gefunden.
PKD
ist mit einem Ultraschallgerät sehr einfach zu diagnostizieren und somit kann
man die Krankheit in einem sehr frühem Stadium erkennen. Dies erfordert
lediglich das Abrasieren eines kleinen Streifens Haare am Unterleib und ein
wenig Zeit zum Erkennen möglicher Zysten. Mit der richtigen Ausrüstung und
einem erfahren Arzt/Personal kann dies schon im Alter von 8 Wochen erfolgen.
Normalerweise ist es so: je älter die Katze, um so größer die Zysten, und
um so einfacher sind diese zu entdecken. Wenn die Katze annähernd 10
Monate alt ist, sind Ultraschalldiagnosen bis zu 98% sicher.
Es sollte mit einem Ultraschallgerät von ca. 7,5 MHz und 256 Graustufen
geschallt werden.
Erkundigen Sie sich vorher in Ihrer Tierklinik ob ein geeignetes Gerät
vorhanden ist und ein Arzt, der sich mit Ultraschall und dem Krankheitsbild
sehr gut auskennt.
PKD ist keine ansteckende Krankheit. Dr. David Biller von der Staatl.
Universität in Kansas hat kürzlich Studien fertiggestellt und die Ergebnisse
veröffentlicht. Diese zeigen, daß PKD ein Autosomal Dominantes Erbmerkmal
ist. Die veröffentlichten Resultate sind im "Journal of Heredity"
1996;87:1-5 zu finden. Ein kleiner Rückblick in die Genetik: ein
"autosomal dominantes" Gen ist, wenn es sich zeigt, sobald es
vorhanden ist - sogar wenn es nur von einem Elternteil vererbt wurde.
Es
gibt keine spezielle Behandlung bei dieser Krankheit. Die Behandlung ist ähnlich
der Behandlungen von chronischem Nierenversagen aufgrund anderer Ursachen. Die
Behandlung beinhaltet eingeschränkte Protein reduzierte Diät üedoch unter
Verwendung eines biologisch hochwertigen Proteins), diätgemäße
Phosphor-Beschränkung, immer verfügbares frisches Wasser, Gebrauch von
Phosphatbindern und falls notwendig die Behandlung von Anämie. Es muß noch
viel mehr Arbeit in die Polyzystische Nierenerkrankung der Katzen investiert
werden, um die zugrundliegenden Ursachen zu verstehen und wirksame
Behandlungsmethoden zu finden.
PKD
ist das Ergebnis eines "autosomal dominanten" Gens, und es ist daher
relativ einfach aufzuspüren und auszuschließen. Alle zur Zucht verwendeten
Katzen sollten mit Ultraschall untersucht werden um vorhandene Nierenzysten zu
erkennen. Es dauert nur einige Minuten mit keiner oder einer kleinen Narkose.
Wenn ein positives Ergebnis vorliegt und es möglich ist, dann lassen Sie die
Elterntiere testen. Der einfachste Weg diese Krankheit auszuschließen, ist
die positiven Tiere zu kastrieren.
Reprinted
with permission, Cat Fanciers'Almanac, Volume 14, Number 10, February 1998
(... ) Herr
Dr. Biller hat jetzt bekanntgegeben, daß er zur Zeit mit den Studien von
anderen Katzenrassen beginnt. Gewissenhafte Züchter sollten aber vielleicht
auch schon jetzt Ihre Zuchttiere testen lassen.
Anschi Höfler/Dream of Glory Persians und Ulrike Knüppel/Fairy-tale's
Persians
Nach § 1 1 B ist es verboten, Wirbeltiere zu züchten, wenn der Züchter
damit rechnen muß, daß bei der Nachzucht auf Grund vererbter Merkmale Körperteile
oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich sind und
hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.