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Quelle
: http://www.catgirly.de
Aufgrund
der Forschungen steht inzwischen fest, dass manche Katzen jahrelang
virämisch sein können, ohne selbst klinisch zu erkranken, andere
Katzen hingegen sterben früh (oftmals bis zu einem Alter von 3,5
Jahren) an den Folgen des Virus. Das FeLV verursacht nicht nur
Tumoren, sondern auch eine Reihe weiterer Erkrankungen, die zahlenmässig
weitaus bedeutender sind als Tumoren. Weiterhin
können sich Katzen mit dem FeLV infizieren, das Virus aber auch
selbstständig wieder eliminieren. Ist die Virämie nur von kurzer
Dauer (drei Wochen) und hatte das Virus das Knochenmark noch nicht
erreicht, können die Katzen das Virus vollständig aus dem Körper
eliminieren. Deshalb ist es auch wichtig, bei einem positiven
ELISA-Testergebnis die Katzen nach drei bis sechs Wochen noch einmal
zu testen. Eigenschaften
des Virus Epidemiologie/Übertragung Die
FeLV-Infektion ist in der Regel eine Infektion der freundlichen,
kontaktfreudigen, sozialen Katze. Katzen infizieren sich in der
Regel durch direkten Kontakt mit FeLV-Ausscheidern oder - wohl
seltener - indirekt durch gemeinsame Benutzung von Futternäpfen
mit infiziertem Katzenspeichel. Hauptinfektionsquelle ist der
Speichel, durch den die infektiösen Viruspartikel ausgeschieden
werden. Eintrittspforte ist die Maul- und Nasenhöhle. FeLV wird aber
auch mit dem Urin und dem Kot ausgeschieden. Besonders effizient wird
die Infektion durch Bissverletzungen und soziale Kontakte (z.B.
gegenseitige Fellpflege). Findet
eine Infektion statt, kann die Ausbreitung des Virus im Organismus der
Katze durch ein funktionierendes Immunsystem an jeder Stelle (der
Ausbreitung im Körper) unterbrochen werden, auch noch nach Wochen und
Monaten einer anhaltenden Virämie.
Ob sich das Virus längerfristig im Körper etablieren kann, ist nicht
nur vom Funktionieren des Immunsystems abhängig, sondern auch vom
Alter und von den Haltungsbedingungen. Besonders empfänglich für die
FeLV-Infektion sind junge Tiere unter 16 Wochen; ältere Tiere lassen
sich weniger leicht infizieren, sind aber unter Umständen auch empfänglich. Wichtig
zu wissen ist auch, dass in Tierheimen oftmals bei Fundkatzen
(Geschwister) nur eine Katze auf FeLV getestet wird (als Katzenhalter
bekommt man aber immer die Aussage, dass alle Geschwister getestet
sind, obwohl das in sehr vielen Fällen nicht stimmt). Danach wird
davon ausgegangen, dass alle Geschwister negativ bzw. positiv sind.
Dies muss aber nicht sein. Wenn es während der Trächtigkeit einer
Katze zu einer latenten (versteckt, nicht offenkundig) Infektion der
Milchdrüsen kommt, sind in der Regel nie alle Jungtiere infiziert,
sondern nur jene, die Milch von den infizierten Drüsenkomplexen
aufgenommen haben. Deshalb sollte man meines Erachtens immer noch
einen FeLV-Test bei dem eigenen Tierarzt durchführen lassen
(insbesondere dann, wenn im Haushalt bereits eine oder mehrere Katzen
leben). Klinische
Symptome Bei
den durch das FeLV bedingten Symptomen und Krankheiten kann zwischen
primären und sekundären unterschieden werden. Zu
den primären, die als unmittelbare Folge der FeLV-Infektion
entstehen, Symptomen und Krankheiten gehören: Knochenmarksdepressionen Knochenmarksdepressionen
kommen am häufigsten vor. Das Virus setzt sich im Knochenmark fest
und stört dort die Bildung der roten Blutkörperchen. Meist kommt es
dann nach Monaten oder Jahren zu einer Anämie. Bis dies für den
Menschen ersichtlich wird, ist der Hämatokrit
meist schon auf 10% und weniger gefallen (zu
den Blutwerten bei Anämie). Auch
neurologische Störungen können bei Katzen beobachtet werden, die das
FeLV schon längere Zeit in sich tragen. Es kann zu
Ausfallserscheinungen der Nachhand als Folge einer Tumorbildung im
Bereich des Rückenmarks kommen. Virusantigen wurde auch in
Nervenfasern oder deren Hüllen beobachtet. Mit
Fruchtbarkeitsstörungen ist - auch wenn es eher selten vorkommt - bei
jeder FeLV-positiven Katze zu rechnen. In den meisten Fällen sind
dann auch die Kätzchen FeLV-positiv. Allerdings muss auch gesagt
werden, dass auch FeLV-positives-Muttertier nicht infizierte Jungen
zur Welt bringen kann. Zu
den sekundären FeLV-bedingten Krankheiten gehören: Immunsuppression Durch
die Immunsuppression werden die folgenden Infektionen begünstigt:
FHV-1-Infektion (Katzenschnupfen), Toxoplasmose, Infektionen mit
Haemobartonella felis sowie eine Reihe bakterieller Infektionen. Häufig
zeigen FeLV-positive Katzen Zahnfleischentzündungen, schlecht
heilende Wunden, die Neigung zu Abszessbildungen, Entzündungen der
Ohren sowie ein mattes, ungepflegt erscheinendes Fell. Weiterhin
erkranken FeLV-infizierte Katzen häufig an einer felinen
infektiösen Peritonitis (FIP). FIP muss als finale
Infektion angesehen werden. Immunreaktion Die
FeLV-Infektion hemmt das Immunsystem an verschiedenen Stellen. Dies
kann im Zusammenhang mit Impfungen zu unerwünschtem Versagen der
Vakzinierung führen. Ganz fatal kann dies bei der Tollwutimpfung
sein, die bei einer FeLV-positiven Katze markant abgeschwächt werden
kann und nur noch gerade mal 10% der gewünschten Antikörperreaktion
entwickelt. Falls in einem Tollwutgebiet eine FeLV-positive Katze
geimpft wird, wähnt sich der Tierhalter also in einer falschen
Sicherheit. Da
kein einfacher Test zur Verfügung steht, mit dem das Immunsystem überprüft
werden kann, müssen FeLV-positive Katzen anlässlich der Impfung
einer sorgfältigen klinischen Untersuchung unterzogen werden, da auch
alle anderen Impfungen evtl. nicht zu der gewünschten Antikörperreaktion
führen könnten. Allerdings ist hier die Konsequenz weniger fatal als
bei einer nicht wirkenden Tollwut-Vakzinierung. Ich persönlich stehe
Impfungen sowieso sehr skeptisch gegenüber und denke, dass man
wirklich überlegen sollte, ob man einer FeLV-positiven Katze den
Impfstress zumuten sollte, wenn sich die Antikörperreaktion evtl.
sowieso nicht wie gewünscht entwickelt. Impfungen Bei
der FeLV-Impfung kommt keine Lebendvakzine in Frage, da unter gewissen
Umständen mit der Imfpung eine "Zeitbombe" für die
Tumorentstehung gelegt werden könnte. Wird
eine Katze mit vorbestehender FeLV-Erkrankung geimpft, so kann sich
der Besitzer evtl. beim Tierarzt beklagen (in Amerika kann man schon
"verklagen") und die Katze wird mit grosser Wahrscheinlich
zum Garantiefall. Denn schließlich ist die Katze ausgerechnet an der
Krankheit erkrankt, die man mit "viel Aufwand" vermeiden
wollte. Für den Tierarzt heisst das, dass er vor jeder Impfung
eigentlich darauf bestehen sollte, dass ein FeLV-Test für der Impfung
durchgeführt wird. Sollte, bei unklarer Herkunft, die Katze evtl.
auch schon geimpft worden sein, ist der Test nach wie vor aussagekräftig.
Der ELISA (Schnelltest beim Tierarzt) testet auf das Antigen (also auf
das Virus) und nicht auf evtl. vorhandene Antikörper, die durch eine
Impfung "hervorgerufen" werden. Therapie Eine
langfristig wirkungsvolle Therapie ist bisher nicht bekannt. Bei einem
Vortrag im November 2003 sagte Prof. Dr. Lutz, dass die gelegentlich
empfohlene Therapie mit dem Paramunitätsinducern (z.B. Baypamune) in
keinem einzigen Experiment auch nur die geringsten positiven Effekte
erkennen liess. Diese Art der Therapie nütze allenfalls dem Tierarzt
und dem Hersteller, nicht aber der Katze (dies wird bestätigt durch
Prof. Horzinek). Experimentell
sind verschiedene Verfahren beschrieben worden. Hierzu gehört die
Entfernung von Immunkomplexen aus dem Plasma der Katze und eine
Behandlung mit Interferon. Die
Behandlung mit Interferon Omega kann zu einer deutlichen Verbesserung
der Überlebensdauer führen (allerdings ist mir bisher nur ein Fall
bekannt - siehe auf dieser Seite ganz unten die Erfahrungsberichte).
Ich persönlich glaube, dass, wenn Interferon helfen soll, es bereits
frühzeitig eingesetzt werden müsste. Aber ich bin noch immer nicht
überzeugt, dass es wirklich nur einen Nutzen, aber keinen Schaden
erzeugt. Das muss aber jeder Tierbesitzer in Absprache mit seinem
Tierarzt selbst entscheiden. Der
Tierarzt, der Bazi durch die ersten beiden Lebensjahre begleitet hat,
gab ihm alle 2-3 Monate eine Spritze Baypamune. Da ich von diesem
Tierarzt sehr enttäuscht wurde, habe ich den Tierarzt gewechselt.
Meine neue Tierärztin hat mir bei Bazi damals empfohlen, 2-3x jährlich
eine "Kur" mit Neythymun (homöopathisch) durchzuführen und
das Baypamune nicht mehr zu geben, da sie die gleiche Ansicht vertritt
wie die Prof. Lutz/Horzinek. Ich habe nur noch eine Kur mit Neythymun
durchführen können (Bazis Hämatokrit lag damals bei 18%). Kurz vor
Beginn der 2. Kur ist Bazi zur Regenbogenbrücke gegangen. Ob ihm das
Neythymun noch ein bisschen mehr Zeit verschafft hat, ob es ihm noch
mehr Zeit gelassen hätte, wenn ich früher mit den Kuren begonnen hätte
... ich weiss es nicht. Ich kann diese Empfehlung einfach nur
weitergeben, sie aber nicht wissenschaftlich begründen. |
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Ein
weiterer Artikel zu Interferon |
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Da
ich selbst bereits eine Katze an das FeLV verloren habe, bin ich an
Erfahrungsberichten zu Interferon sehr interessiert. Deshalb bin ich für
jede Zusendung eines Erfahrungsberichtes dankbar! Leider verfüge ich
zur Zeit erst über drei Erfahrungsberichte: |